Untertage Verlagerung NELLY

 

© Meik

Bau- Konstruktionsnummer: 6059

Die Untertage - Verlagerung ist eine wunderschöne Anlage in einem alten Brauereikeller im herrlichen Gewölbeausbau aus Sandsteinblöcken und wurde bereits im ersten Weltkrieg genutzt. Der Nutzungszweck selbst ist unbekannt.

Auf einer berechneten Produktionsfläche (bei einer Breite von ca. 30m und einer Länge von ca. 70m) wurden von der Firma: "Karl Bub" aus Nürnberg elekrtische Kleinteile und -geräte hergestellt. Der "Wichert" spricht in diesem Zusammenhang vom "Erstling 5h - Programm". Ansonsten sind kurioserweise zu dieser Anlage der genannten Zusammenfassung unterirdischer Objekte eine ganze Reihe unkoreckte Angaben vorhanden. 1944 erfolgten durch bzw. für die Firma Um- und Erweiterungsbauten. Zur Fertigung von Fein- und Kleinteilen für die Luftwaffe völlig ausreichend diente ein Teil der Anlage mit dem ersten Zugang, Eingang I, von der nahegelegenen Ortschaft aus gesehen für die  Bevölkerung als Luftschutzraum. Dieser war nach Aussage einer älteren Anwohnerin von außen lediglich mit einer wuchtigen Holztür gesichert. Die verschachtelte U - Verlagerung ist ein wunderschöner im Gewölbebau gehaltener Brauereikeller.

In der Anlage zeugen "Schlegelspuren" der alten Bergleute sowie eine Innschrift aus 1944 von den unterschiedlichen Aktivitäten in diesem wunderschönen alten Keller. Die von uns gefundene älteste Innschrit ist auf das Jahr 1786 datiert. Fast vollständig mit Sandsteinblöcken und -quadern versehen sieht man die alten Auflagen für die Fasslagerung, Wasser- und Wetterführung, schöne Schächte und schließlich eingebrachte Trennmauern des Rüstungsbetriebes. Bis 1963 existierte noch die alte Bahnanbindung, die sogenannte "Seekuh". Danach wurde die Strecke stillgelegt und zurückgebaut.

 Fotostrecke Lorren

Maschinenraum

 

    1786                                                                    1869

 

  1914 bis 1918 Den Toten zu Ehren (Außenbereich)                      1944

Verewigungen der vielleicht ersten und letzten Arbeiter hier in der Anlage aus Friedens- und Kriegszeit. Auf Bild vier sicherlich die Inschrift polnischer Zwangsarbeiter

 

Lichtspiele durch Loreen

Fotostrecke Meik

Fotostrecke Steve www.verborgene-orte.de/home/u-verlagerung/kies/

 

 

Getippt: Axel. Danke Werner für die Informationen

© Fotos von Axel, Loreen, Meik & Steve

© Team Bunkersachsen 2013

 

 

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